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Porträt Kanupolo-Freizeitteam

In dem folgenden Artikel, der am 27.9.2006 im Göttinger Tageblatt erschienen ist, berichtet Reinhardt Kalbow von der Gründung der Gruppe von Kanupolo begeisterten Freizeitsportlern:

Mit Visier und Weste auf den Kiessee

Göttingen (enz). „Wir haben hier eine sehr starke Kanupolo-Truppe“, erzählt Reinhardt Kalbow vom GPC. „Die Eltern kommen mit ihren Kindern nicht mehr mit.“ So schnell, wie die Youngsters den Ball ins Tor brächten, könnten die Älteren kaum noch hinterher sehen. So habe sich das „Mittelalter“ entschlossen, eine offene Kanupolo-Crew zu gründen. Mitmachen können alle, die Lust haben. Eine Grundvoraussetzung: Sie sollten nicht wasserscheu sein. Extrem wendig und besonders kentergefährdet sind die kleinen Boote für das Spiel. „Man muss auch ein bisschen Mut haben, ins Wasser zu fallen“, sagt Kalbow und demonstriert: Mit einem Hüftschwung kann man das Boot ohne Mühe in die Schräglage bringen. Hier ist die Spritzdecke ein Muss.

Mit Schwimmweste und Helm

Ein Muss für ein Kanupolo-Spiel, das Kalbow für Ahnungslose als Mischung zwischen Handball und Basketball beschreibt, ist auch die Schwimmweste und der Helm. Nicht vor dem Abtauchen soll die Weste retten, sie dient als Prallschutz im engagierten Zweikampf. Der Helm mit Visier schützt das Gesicht vor dem Paddel. Doch trotz der Ausrüstung, die auf harten Sport hindeutet, soll beim Kanupolo nicht viel passieren. „Ich kenne keine so verletzungsarme Sportart“, betont Kalbow. Sicherheit wird bei den Wassersportlern groß geschrieben. So sollte jeder Spieler lernen, nach dem Kentern aus dem Boot auszusteigen. Jeder muss einmal „auf Tauchgang“ gehen. Dann gilt es, die Spritzdecke aufzuziehen. Wer das als Übung bewältigt habe, erinnere sich wieder an den Ablauf, sagt Kalbow. Und nicht nur in der Not, auch im Spiel kann man abtauchen: Der Spieler in Ballbesitz darf vom Gegner mit der Hand an der Schulter gestoßen und zum Kentern gebracht werden. Doch am Montagnachmittag gilt: Wer nicht mag, wird nicht gestoßen. „Weil es einfach Spaß macht“, ist Ike Hoppe dabei. In den vergangenen Jahren hat sie viel trainiert. Jetzt gefällt es ihr, sich mit den anderen zu treffen, ihren Sport etwas lockerer zu betrachten. Auch Christian Sturhahn und Reinhardt Kalbow kommen, um sich zu entspannen und beim Sport möglichst viel Spaß zu haben. So zieht Sturhahn mit kräftigen Zügen erst einmal quer über den Kiessee, ehe er zu den anderen im Spielfeld stößt.

Von 14 bis 64 Jahren

Inzwischen sind mit Bootshauswart Konrad Wiegel und Arno Krämer auch die Ältesten der Truppe eingetroffen. Von 14 bis 64 Jahren reicht die Altersspanne derer, die sich montags nachmittags von 16 bis etwa 19 Uhr am GPC-Bootshaus am Sandweg zum Kanupolo treffen.

 

 

Tor02

 

 

Kontakt: Reinhardt Kalbow E-mail

 

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